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CMS in der Praxis: Unsere Empfehlung

Content Management Systeme haben sich in den letzten 25 Jahren als Standard im Web verbreitet. Sie ermöglichen das einfache Editieren der Inhalte für den Kunden und seine Webseite. Wir möchten euch in diesem Beitrag Einblicke in aktuelle Konzepte für das Content Management geben und zeigen welche Möglichkeiten es mittlerweile gibt, weit ab von großen Monolithen wie Wordpress oder Typo3.

"Monolithen" - Was ist das? 

Ein Monolithen CMS (Content Management System) bezieht sich auf eine Architektur, bei der alle Funktionen, Module und Komponenten in einer einzigen, integrierten Anwendung zusammengefasst sind. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass sämtliche Aspekte des CMS, wie Benutzerverwaltung, Inhaltserstellung, Seitengestaltung, Datenbankverwaltung und mehr, innerhalb eines einzigen monolithischen Codesatzes existieren.

Im Vergleich dazu gibt es moderne CMS-Architekturen, die auf Mikroservice- oder modularen Ansätzen basieren, bei denen verschiedene Funktionen und Dienste in unabhängige Komponenten aufgeteilt sind. Diese Architekturen ermöglichen mehr Flexibilität, Skalierbarkeit und Wartbarkeit. Sie verfolgen den API-first Ansatz und werden auch Headless-Systeme genannt - sie sind im wahrsten Sinne des Wortes kopflos und kümmern sich tatsächlich nur um das Content Management und stellen die Daten über eine Schnittstelle bereit. Sie bilden das sogenannte Backend bzw. die Administration für den oder die Redakteure im Unternehmen. 

Die Daten können dann z.B. in einer Webseite oder einer App (oder beidem) ausgegeben werden. Sie bilden das Frontend des Content Management Systems. 

Headless Systeme für mehr Flexibilität im Frontend

Der Trend in der Entwicklung geht ganz klar in Richtung von Headless Systemen, die vielseitig eingesetzt werden können und die Inhalte an verschiedenste Frontends ausliefern. 

Wir möchte euch einige Vorteile vorstellen: 

1. Flexibilität bei der Präsentation: 

Da ein Headless CMS den Inhalt von der Präsentation trennt, kannst du Inhalte auf verschiedenen Plattformen und Geräten (wie Websites, mobile Apps, Smartwatches usw.) leichter wiederverwenden. Du hast die Freiheit, die Präsentationsschicht unabhängig vom Inhalt zu gestalten.

 2. Technologievielfalt: 

Du kannst verschiedene Technologien und Frameworks für die Präsentationsschicht verwenden, ohne das Backend oder die Inhaltsverwaltung zu beeinträchtigen. Dies ermöglicht es dir, die neuesten Technologien und Trends zu nutzen. 

3. Skalierbarkeit: 

Ein Headless CMS erlaubt es dir, einzelne Teile der Anwendung unabhängig voneinander zu skalieren. Wenn beispielsweise der Traffic auf deiner Website steigt, kannst du die Präsentationsschicht skalieren, ohne das Backend ändern zu müssen. 

4. Zeitersparnis: 

Da der Inhalt in einem zentralen System verwaltet wird, kannst du Änderungen an Inhalten über verschiedene Plattformen hinweg einfacher und schneller durchführen.

5. Zukunftssicherheit: 

Die entkoppelte Architektur eines Headless CMS erleichtert es dir, neue Technologien und Plattformen zu integrieren oder zu migrieren, ohne die gesamte Anwendung umzubauen. 

6. Content-Distribution: 

Da Inhalte über APIs bereitgestellt werden, kannst du Inhalte auch an verschiedene Drittanbieterdienste oder Plattformen verteilen, um die Reichweite und Sichtbarkeit deiner Inhalte zu erhöhen. 

Auch wir werden in der Praxis immer öfter damit konfrontiert, dass Daten nicht nur auf der Kundenwebseite zur Verfügung stehen sollen, sondern auch an andere Platfformen verteilt oder via API an eine App übergeben werden müssen. 

Einige der Monolith-Systeme wie Wordpress oder Typo3 bieten deshalb auch APIs an, bleiben dabei aber nicht so flexibel. Möchte der Kunde eine neue Webseite, eine weitere Landingpage oder App, stützt sich alles auf dieser Monolithen-Architektur. Darüber hinaus bilden separate Web-Frontends je nach Framework enorme Geschwindigkeitsvorteile, was nicht zuletzt auch für das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) von großer Bedeutung ist. 

Das perfekte Web-Frontend für die Unternehmenswebseite 

Wenn ein Kunde eine neue Webseite erstellen lassen möchte, geht es kurz gesagt um eine ansprechende und zutreffende Präsentation der eigenen Firma. Der Kunde möchte ein außerordentlich gutes Design, eine ideale Struktur seiner Inhalte und er möchte natürlich auch im Web gefunden werden.

Die ersten beiden Dinge hängen vom Geschick des Designers und dem guten Händchen des Konzepters ab und sind zugegebenermaßen zwei große Bausteine für den Erfolg der Webseite. Sind diese beiden Punkte geschafft, geht es um den dritten Baustein: Das Web-Frontend. 

Beim Monolithen sind die Wege begrenzt, im Grunde genommen bleibt nur die Entwicklung oder gar der Einsatz eines fertigen Themes unter Verwendung der Werkzeuge die das jeweilige Monolith-CMS eben so bietet. Wer hingegen ein Headless-System einsetzt, dem stehen alle Wege offen. Zugegeben, die Wahl überlässt der Kunde in den meisten Fällen der ausführenden Digitalagentur. Diese aber kann das für den Kunden perfekte Web-Frontend bauen und ist in ihrer Entscheidung bei jedem Projekt grundsätzlich frei. Und dies ist aus unserer Sicht ein enormer Vorteil. 

Moderne Webframeworks, die losgelöst von teilweise veralteten Monolith-Architekturen laufen, können ihre Vorteile hier voll und ganz ausspielen. Am Ende entsteht das perfekte Webfrontend, das nicht nur eine gute Struktur und ein schönes Design bietet, sondern auch die Inhalte schnell ausliefert und eine gute User-Experience bietet. 

Und ihr so? Was sind eure Favoriten? 

Im Bereich der Headless Systeme gibt wie bei Monolithen-CMS eine große Auswahl an Systemen. Einige davon sind Open Source und kostenlos, andere verlangen mittlere bis hohe Lizenzgebühren. Wir setzen für Kundenprojekte das Open Source System Strapi ein, womit wir nahezu alle Contentstrukturen sauber abbilden können. 

Benötigt der Kunde ein individuelles Backend, z.B. mit erweiterten Funktionen wie Userauthentifizierung, Registrierungsprozessen oder komplexere Strukturen, setzen wir auf ExpressJS oder andere serverseitige NodeJS Frameworks die wir mit modernen Datenbanksystemen verbinden. Im Bereich der Frontends setzen wir auf Frameworks wie Astro.js, Next.js oder andere auf React oder Vue basierende Frameworks. 

Klingt ja fantastisch, aber Aufwand und Kosten sind sicher höher? 

Eben nicht. Durch die Trennung von Backend und Frontend arbeiten wir im Team effektiver und können für jeden Kunden die optimale Lösung finden. Und die Trennung bedeutet nicht, das am Ende ein erhöhter Aufwand bei der Bereitstellung von Serverkapazitäten erzeugt wird. Ganz im Gegenteil: Moderne Backends und vor allem Frontends benötigen viel weniger Ressourcen als Monolith-Systeme wie Wordpress oder Typo3. 

Für den Kunden ändert sich in der Praxis nichts, er spürt von der Trennung im besten Falle gar nichts: Es gibt einen Login für eine Administrationsoberfläche mit den von anderen CMS bekannten Editiermöglichkeiten. Und es gibt die Webseite, die wie gehabt über die Domain des Unternehmens aufgerufen wird. 

Und bietet ihr auch Monolith-Systeme an? 

Ja, das tun wir. Wir haben ein eigenes CMS mit Monoltih-Architektur entwickelt, dass wir seit einigen Jahren erfolgreich bei verschiedenen Webprojekten einsetzen. 

Es ist aber so wie Eingangs erwähnt: Der Trend geht klar zu Headless-Systemen und diese werden auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Denn es wird nicht mehr nur die eine Unternehmenswebseite geben, das Web wird komplexer und Kunden benötigen hierfür ein gutes und zukunftssicheres Content Management.

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